FÜR MENSCH, TIER, PFLANZE UND UMWELT

GENTECHNIK UND NAHRUNG


»Es ist völlig ungewiss, welche Auswirkungen der Verzehr von genmanipulierten Lebensmitteln auf den menschlichen Organismus hat. Das US-amerikanische Bundesgesundheitsamt listet als mögliche Gefährdung die Bildung neuer Inhaltsstoffe, Veränderungen in der Verträglichkeit, die Zunahme allergischer Erkrankungen und die Beeinflussung der Wirkung von Antibiotika auf.«

Genethisches Netzwerk e.V. und BUND
Gentechnologie - Was ist das?

Während ich diese Zeilen schreibe, es ist Anfang Januar 2002, gehen zwei Meldungen durch die Presse, die im Zusammenhang mit der Gentechnologie wichtig sind. Zum einen: Klonschaf Dolly hat mit sechs Jahren Arthritis. Eigentlich sollte sie im besten Alter sein. Ihr »Erfinder«, der schottische Forscher lan Wilmut, hatte immer wieder auf die Risiken der Klontechnik für die Gesundheit der geklonten Tiere hingewiesen. Das hatte aber die Weltöffentlichkeit nicht daran gehindert, das Klonschaf zum Anlass zu nehmen, von ewiger Jugend, Gesundheit und Unsterblichkeit zu träumen. Eine andere Meldung: Die Vorsitzende der Bundestags-Enquete-Kommission für medizinische Ethik, Margot von Renesse, warnt vor Organtransplantationen von gentechnisch veränderten Tieren. Es gäbe völlig unzureichend erforschte »Risiken von Abstoßreaktionen beim Menschen« auf das fremde Gewebe und die »mögliche Übertragung bislang unbekannter Tierseuchen« auf den Menschen.

Anlass war die Geburt geklonter Ferkel, die als Organ-Ersatzteillager für Menschen fungieren sollen. Die Biotechwerte an der Börse rauschten erst einmal in den Keller. Was in diesem Zusammenhang interessant ist: Die Herstellerfirmen gentechnisch veränderter Organismen lehnten bisher eine Produkthaftung für ihre Erzeugnisse kategorisch ab. Ist es vielleicht doch keine Hysterie Ewiggestriger, wenn man von Gentechnik nichts wissen will?
Zur Beruhigung vorweg: Wenn Sie ausschließlich Lebensmittel aus Bio-Anbau verzehren, sind Sie auf der sicheren Seite, was gentechnisch veränderte Organismen betrifft. Alle Lieferanten von Öko-Betrieben müssen nach der Öko-Verordnung schriftlich bestätigen, dass sie ihre Produkte nicht gentechnisch verändert haben und auch keine gentechnisch veränderten Organismen wie Enzyme oder Labfermente benutzen. Durch regelmäßige Inspektionen wird sowohl auf Bio-Höfen als auch in Verarbeitungsunternehmen und Läden streng kontrolliert, ob die Gentechnikvorschriften eingehalten werden.

Wozu Gentechnik?

Bei der Gentechnik werden Erbsubstanzen, Zellen bzw. Zelteile oder Gewebe von einem Lebewesen auf ein anderes übertragen, um ganz bestimmte »erwünschte« Eigenschaften im Empfängerorganismus zu entwickeln oder andere, unerwünschte zu unterdrücken. Es gibt gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere, Lebensmittel, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen wie Hefen oder Enzymen hergestellt wurden, und Lebensmittelzusatzstoffe, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen gewonnen wurden. Mit der Gentechnik kann man, ähnlich wie bei der Bestrahlung von Lebensmitteln, erreichen, dass Obst oder Gemüse, aber auch Fisch alt ist, aber frisch und gesund aussieht. Berühmt - berüchtigt in diesem Zusammenhang wurde die Gen-Tomate mit der Bezeichnung »Flavr Savr«. Für die Gentechnik ist es kein P robl em, eine Tomate wird' . einem Flunder-Gen gegen Fäulnis zu schützen. Artenschranken selbst zwischen Pflanze und Tier können locker überwunden werden, natürlich auch zwischen Mensch und Tier. Es gibt in Holland schon Kühe, die in ihrer Milch menschliches Lactoferrin produzieren, das als Zusatz für Babynahrung Verwendung finden sollte.

Die wichtigste Forderung in einer guten Küche, die Frische, gerät zur Farce. Der »Feinschmeckerpapst« Wolfram Siebeck sagte einmal, es dauere nicht mehr lange, und wir würden die Naturprodukte nur noch in vergreister Form vorgesetzt bekommen: Von der genveränderten Bratwurst legten wir bei der Geburt unseres Sohnes ein Kilo in den Keller, damit der Kleine an seinem 21. Geburtstag etwas Leckeres zu essen habe ... Angesichts dieses - freilich überzeichneten - Horrorszenarios müsste die Öko-Branche eigentlich viel mehr boomen.

Bei Pflanzen möchte man den Ertrag steigern, sie gegen bestimmte Krankheiten immun machen, man will Reife- und Fäulnisprozesse beeinflussen, die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln verändern oder Toleranzen gegen Schädlingsbekämpfungsmitteln kreieren, damit man einen ganzen Schlag zum Beispiel Mais mit einem Total-Herbizid besprühen kann. Die Gefahr dabei: Die Herbizidresistenz ist auf nahe verwandte Wildpflanzen übertragbar, und dieses Unkraut ist dann nur noch schwer oder gar nicht mehr zu bekämpfen. Die Gefahr besteht außerdem, dass Insekten geschädigt werden. Novartis Seeds entwickelte eine gentechnisch veränderte Maissorte, »Maximizer«, die sich gegen den Maiszünsler schützt ein Schadinsekt. Dieses Gift, Bt-Toxin, ist zwar für Menschen
angeblich unschädlich, der Pollen der neuen Maissorte war allerdings für eine bestimmte Schmetterlingssorte, den Monarch-Falter, tödlich. Außerdem enthält diese Maissorte das Gen für die Resistenz gegenüber dem Antibiotikum Ampicillin, das auch bei Infektionskrankheiten des Menschen eingesetzt wird. Es besteht jetzt die Befürchtung, dass sich die Ampicillinresistenz auf den Menschen übertragen könnte. Mediziner fürchten, dass Antibiotikaresistenzen unkontrolliert auf die menschliche Darmflora übertragen werden können.

Diese Risiken machen deutlich, dass es sich bei gentechnisch produzierten Lebensmitteln um ein »Spiel mit dem Feuer« handelt, das ähnlich wie die Kernenergie nicht ausreichend beherrschbar ist, Wenn gentechnisch veränderte Pflanzen erst einmal in unsere Umwelt entlassen worden sind, kann man sie nicht wieder »einsammeln« oder zurückrufen.

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen warnte 1998 speziell vor dem vorschnellen Freisetzen und Anbau von transgenen Pflanzen mit Eigenschaften wie neuartigen Krankheitsresistenzen oder Trockenresistenzen. Wenn sich diese Merkmale in Wildpflanzen auskreuzen, können diese dem »Umweltstress« eventuell besser widerstehen und sich verstärkt verbreiten oder auch neue Ökosysteme besiedeln. Schweizerische Untersuchungen zeigen, dass transgene Pflanzen entgegen der Vorhersage der Saatgutentwickler schädigende Wirkungen auf Nützlinge in der Nahrungskette aufweisen.Trotz mehrerer tausend Freisetzungen weltweit und den ersten großflächigen Anbauversuchen in Ländern wie den USA existieren noch immer keine Untersuchungen über das langfristige ökologische Verhalten transgener Pflanzen.

Transgene Lachse weisen eine ausdauernde Produktion von Wachstumshormonen auf. Der Hormonhaushalt im Tier liegt aber nicht über dem normalen Jahresmaximum, um die für Lebensmittel erforderlichen Zulassungskriterien zu erfüllen. Eine chemische Analyse des Lachsfleisches zeigte keine Unterschiede zu konventionellem Mastlachs. Also gilt der transgene Lachs als den natürlichen Artgenossen gleichwertiges Lebensmittel. Unabhängige, biologische Untersuchungen ergaben jedoch, dass die Lachse eine andere Jugendfärbung aufweisen, ein verändertes Fress-, Schwimm- und Fortpflanzungsverhalten - und dass nach einem Jahr schwere Kopfdeformationen auftraten, die zum Tode des Tieres führten. Mir wird übel beim Gedanken, dass zahlreiche dieser transgenen Lachse aus ihren Reusen entkommen sind, sich mit Wildlachsen kreuzen und diese damit genetisch verseuchen. Wenn Sie heute teuren Wildlachs kaufen, können Sie nicht sicher sein, dass Sie sich damit nicht auf Dauer gesundheitliche Risiken einhandeln. Aber nicht nur Feinschmecker sind von gentechnischen Risiken betroffen: Die »Entsorgung« intakter gentechnisch veränderter Organismen in die Kanalisation wurde 1993 mit der Deregulierung der deutschen Sicherheitsstandards legalisiert: >In Kläranlagen können Transgene inzwischen routinemäßig nachgewiesen werden.

Denn sie wissen nicht, was sie tun ....

Die Gentechnik entspringt dem vorherrschenden materialistischen Denken. Nahrungsmittel müssen aber der lebendigen Natur entnommen sein. Hier stoßen wir schon auf die Grenzen des Materialismus. Man greift in das Leben ein, ohne genau zu wissen, was man tut: Die Auswirkungen entsorgter Mikroorganismen auf die natürlichen Stoffkreisläufe im Ökosystem sind bisher nicht erforscht und kaum Gegenstand wissenschaftlicher Risikoabschätzung. Maßgebliche Molekularbiologen geben unumwunden zu, dass sie nid genau wissen, was ein Gen ist. Man kennt zwar seine stoffliche Struktur, seinen genauen Platz im Genom und die Wirkungsketten, welche es in der Eiweißsynthese auslöst. Was man aber nicht kennt, ist seine Stoffzusammensetzung und ihre Ortsbestimmung mit seiner Funktion, im Erbgeschehen des belebten und beseelten Organismus bestimmte Eigenschaften hervorzurufen. »Es liegt in der Art der materialistischen Weltauffassung, dass es keine stichhaltigen Kriterien für eine Risikoabschätzung geben kann, weil man keine Be griffe von dem hat, worauf sich das Risiko beziehen könnte.

Wissenschaftler der Universität von New York haben fest gestellt, dass Bt-Mais, gentechnisch veränderter Mais, Gift für den Boden entlässt. Während der gesamten Versuchsdauer fanden die Forscher das Bt-Toxin in unmittelbare, Wurzelnähe. McCain, weltweit größter Pommes-Hersteller mit Hauptsitz in Kanada, hat bekannt gegeben, ab dem Jahr 2000 keine gentechnisch veränderten Kartoffeln mehr anzunehmen. Der größte Maisexporteur Kanadas Ortaros, drängt die Bauern, in Zukunft nur noch konventionelle Maissorten anzubauen, da eine große Unsicherheit bestehe, ob nordamerikanische und europäische Verbraucher genmanipulierte Waren tolerieren werden.

Die Gentechnik wird mit einem Dammbruch wie bei der Kerntechnik verglichen, was die Folgen für die belebte Natur - und dazu gehören natürlich auch wir und unsere Nachkommen! - betrifft. Beim Wegfall beider Schleusen herrscht Unkenntnis über die Kräfte, mit denen man umgeht. Die Kerntechnik, das ist offenbar und mittlerweile auch offiziell zugegeben, scheitert an ihrer Entsorgung.

Auch die Gentechnik wird an der Entsorgung scheitern, doch kann sie, gleich der verstrahlten Materie, überhaupt nicht mehr entsorgt werden. Gleich Metastasen eines Krebsgeschwürs dringen beide in die Biosphäre ein und wirken im Zeitenlauf fort.

Gegenkräfte:

Mehr als 80 Prozent der EU-Bürger lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab, und mehr als 90 Prozent fordern eine klare Kennzeichnung. Greenpeace veröffentlicht eine aktuelle Liste von Lebensmitteln, bei denen Gentechnik angewandt wurde. Eine Initiative »Gemeinsam gegen grüne Gentechnik« wehrt sich mit einer Unterschriftenaktion an den Deutschen Bundestag gegen Freisetzungsversuche mit gentechnisch manipulierten Pflanzen. Sie protestiert darin gegen die Freisetzungsversuche mit genmanipuliertem Mais der Firma Monsato in Helvesiek, Landkreis Rotenburg/Wümme. Eine Auskreuzung wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Der kontaminierte Mais wurde von Greenpeace dem Gesundheitsministerium übergeben. Ohne ihr Wissen können die Produkte von Bauern, Imkern und Gemüsegärtnern, die in der Nähe ihre Felder haben, gentechnisch »verseucht« werden. Die Initiative: »Biologischer Anbau, der gesetzlich zu gentechnikfreier Produktion verpflichtet, wird in Zukunft nicht mehr möglich sein.

Man wird unwillkürlich an die BSE-P robl ernatik erinnert, bei der sich schwerwiegende Folgen der Tiermehlverfütterung an Wiederkäuer sehr spät und dann unwiderruflich zeigten. Warnende Stimmen wurden als »Hysterie« abgetan.

Wenn Lebensmittel bis zu einem Anteil von höchstens 1 Prozent aus gentechnisch veränderten Pflanzen wie Soja oder Mais bestehen, sind sie von einer Kennzeichnungspflicht befreit. Für die meisten Lebensmittel, die genetisch veränderte Zusatzstoffe und Aromen enthalten, besteht keine Kennzeichnungspflicht, falls sie sich von traditionellen Produkten nicht wesentlich unterscheiden. Wenn Sie das Risiko genmanipulîerter Nahrung meiden wollen, achten Sie auf die Kennzeichnung »Ohne Gentechnik«. Sie gehen dann sicher, dass auch bei Lebensmitteln tierischer Herkunft kein Futter und keine Arznei verwendet wurde, die gentechnisch verändert wurden. Wenn Sie Nahrungsmittel mit dem Biosiegel oder Siegel der Bio-Anbauverbände kaufen, können Sie sicher sein, gentechnikfreie Lebensmittel zu kaufen.

Ausführliche Literaturhinweise über „ Warum Bio ? „Gesunde Pflanze, gesunder Mensch“ von Barbara Simonsohn

Antioxidantien sagen den Genen im Körper, was sie tun sollen

Vor kurzem stellte man fest, dass Antioxidantien einen Einfluss darauf haben, ob bestimmte Gene, die Schaden anrichten können, aktiviert werden oder nicht. Häufig werden Gene mit zahlreichen Krankheiten und Funktionsstörungen in Verbindung gebracht - ALS, Alzheimer-Krankheit, Parkinson-Syndrom und Morbus Huntington ebenso wie verschiedene Krebsarten, Arthritis, Diabetes und Gefäßerkrankungen. Es scheint, dass beinahe alle Krankheiten eine genetische Komponente haben.

Vielen Menschen ist nicht klar, dass, wenn man ein bestimmtes Gen hat, es noch lange nicht heißt, dass es auch aktiviert werden muss. Ein Gen ist kein Schicksal. Ein Gen macht möglicherweise überhaupt keine Schwierigkeiten, wenn es keinen Anlass dazu gibt. Die Wissenschaft weiß jedoch mittlerweile, dass bestimmte Faktoren die Aktivierung krankheitsrelevanter Gene auslösen können . Ein ganz wesentlicher Faktor dabei sind die freien Radikale. Wenn ein freies Radikal oder irgendein anderer gefährlicher Faktor das genetische Material einer Zelle nicht angreift, bleibt das Gen möglicherweise im Ruhezustand und richtet keinen Schaden an. Das bedeutet auch, dass Antioxidantien mächtige Abwehrmechanismen gegen genetisch bedingte Krankheiten sind, weil sie freie Radikale blockieren und sie nicht durch die Kernmembranen in die Zelle eindringen lassen, wo sich die Gene oder die DNS befinden. Wenn die freien Radikale die Gene nicht erreichen, können sie sie auch nicht aktivieren. Folglich passiert überhaupt nichts, trotz der genetischen Prädisposition. Man weiß daher inzwischen, dass eine der großartigen Eigenschaften der Antioxidantien ist, zu verhindern, dass Gene aktiv werden und Krankheiten auslösen.
 
Fazit: Antioxidantien können vor der Anfälligkeit für bestimmte vererbte Krankheiten bewahren. Dazu gehören auch Gehirnerkrankungen und -funktionsstörungen. Sie erreichen dies, indem Sie dafür sorgen, dass die Aktivierung des krankheitsverursachenden Gens verhindert wird.

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